Ein Riesengarten aus Bambuswald und Gartenbauflächen wurde aufgeforstet. Darin entstehen Lehrwerkstätten und Arbeitsplätze für mittellose Jugendliche. Der Wald ist die Schule! Der Wald finanziert die Schule! Der Wald schafft Arbeitsplätze! An einem nahegelegenen Standort wird eine Lehrfabrik aufgebaut. Hier wird der geerntete Bambus geschreddert und mit einer speziellen Presse zu hochbelastbarem „Pressbambus“ gepresst.

FILM! Hier bekommen Sie einen Einblick in den Produktionsprozess.

Daraus werden 4-Kant-Hölzer für den konstruktiven Einsatz gesägt oder Platten für Tische, Türen und Möbel. Mit dem Verkauf dieser innovativen Baumaterialien erwirtschaftet das UmweltBildungsProjekt Einnahmen, um sich selbst zu finanzieren und langfristig auch andere soziale Projekte zu unterstützen. BAMBUSWALDhoch10 ist ein komplexes Zusammenschalten von produktiven Kreisläufen, das nachhaltig – sozial, ökologisch und ökonomisch – massive Veränderungen schafft.

„Ich lebe seit über 45 Jahren in Cali. In meinem Amt als Deutscher Konsul habe ich Einblick in viele in- und ausländische Unternehmen hier in Cali und Umgebung. Ich bin leidenschaftlicher Flieger und kenne Cali und seine Umgebung wie meine Westentasche von oben. Ich liebe dieses grüne Land! Hier in Cali wieder Bambuswald aufforsten?! Davon träume ich seitdem ich fliege und sehen kann wie sich das einst grüne Tal des Caucas in eine triste Zuckerrohrmonotonie verwandelt. Ja, ich unterstütze nachdrücklich dieses Projekt! Es ist wichtig, es ist richtig, es wird für die Region und die Menschen in der Region ein Wendepunkt sein. Bambus ist ein fester Teil der kolumbianischen Kultur und auch jetzt schon ein potenter Wirtschaftsfaktor. Sein wirtschaftliches Potential für die Region ist enorm; vor allem die in Armut lebenden Menschen werden davon profitieren. Ja, machen Sie mit!“ Gerhard Thyben. Deutscher Konsul in Cali.

Standort

Im Gewerbegebiet der Stadt Cali ist eine Lehrfabrik entstanden. Im Januar 2016 wird die Produktion endlich nach und nach in den vollen Betrieb gehen. In der nahegelegenen Stadt Buga ist ein Waldwirtschaftsstandort entstanden. Über 100 Hektar Bambuswald sind bereits aufgeforstet worden und werden von der Landbevölkerung und von Lehrlingen nachhaltig bewirtschaftet.

„Ich komme aus Deutschland, wo ich 1986 im Sauerland eine Ausbildung als Schreiner abgeschlossen habe. Seit 20 Jahren lebe ich mit meiner kolumbianischen Frau in Cali. Wir haben 1994 das Bambus-Unternehmen EcoBAMBOO gegründet, mit dem wir aus dem heimischen Bambus, dem Guadua, solides Baumaterial herstellen, um es dann in Gebäude und Brücken zu verbauen. In all den Jahren der Beschäftigung mit Bambus habe ich auch weltweit Wissen und Erfahrung über seine Qualität als Baumaterial sammeln können, denn ich bin gelegentlich als Bambus-Experte für die „Vereinten Nationen“ unterwegs. Außerdem baue ich auch für Privatkunden Hotels, Schulen und Brücken aus Bambus auf der ganzen Welt. Ja, ich unterstütze dieses Projekt mit ganzem Herzen. Es ist wichtig, dass wir sofort den Druck vom tropischen Regenwald nehmen und alternative Baumaterialien wie den Bambus nutzen. Kolumbien hat den besten stabilsten Bambus weltweit (den Guadua) und ein Know-how über die Bearbeitung und Verwendung von Bambus wie sonst nirgendwo auf der Welt.“ Jörg Stamm. Schreiner

Zielgruppe

Mittellose junge Kolumbianer (14-20 Jahre) werden in einer zweijährigen Lehre zum Bambusförster, Gärtner, Jungpflanzenanzüchter und Bambusholzbarbeiter qualifiziert. Auch die Umwelt profitiert erheblich von diesem Projekt.

„Ich habe Lehramt studiert und mich als Schuldirektorin weitergebildet. Von Anfang an, seit 2003, bin ich die Direktorin des Colegio de las Aguas in Montebello, einer Schule für inzwischen über 300 Kinder und Jugendliche. Ich spreche hier als Vertreterin und Expertin für die ungezählten mittellosen Kinder und Jugendlichen, die in meinem Land keine Chance auf Schulbildung und eine Berufsausbildung haben. Der Bambuswald ist ja eigentlich eine Schule. Schon mit der Pflanzung im nächsten Sommer 2011 können 30 Jugendliche in den neuen Lehrwerkstätten beginnen und damit aus ihrem Elend und ihrer Hoffnungslosigkeit herausfinden. Und nur wenige Jahre später können sogar 90 Jugendliche dort einen Platz finden. Ich unterstütze dieses Projekt mit allem, was ich zur Verfügung habe. Bitte, machen auch Sie mit!“ Simona Mosquera. Lehrerin und Rektorin.

Kooperationspartner im Projektland

  • Arbeitsministerium Bogota, Berufsbildung SENA
  • CVC, Umweltbehörde vom Valle del Cuaca
  • Greenpeace Bogota
  • Umweltministerium Bogota
  • Universidad del Valle Cali
  • CEDECOPE Cali
  • Umweltbehörde DAGMA Cali
  • Handelskammer Cali

„Ich bin Ärztin und lebe hier in Cali mit meiner großen Familie seit meiner Geburt. Als Dermatologin arbeite ich in den beiden Kliniken Pie Vital SAS und El Parque in Cali. Bei meiner Arbeit habe ich viel mit jungen Menschen zu tun und sehe, was passiert, wenn sie keine Schule besuchen können, keine Arbeit haben und nicht wissen, wie es weitergeht mit ihnen. So viele kluge, fleißige und aufmerksame junge Menschen haben keine andere Chance, als durch Kleinkriminalität, Prostitution oder Drogenhandel ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Ich helfe mit meinen Arzt-Kollegen regelmäßig im Colegio de las Aguas, dem Schulprojekt der Schule fürs Leben. Wir untersuchen dort ehrenamtlich die Schulkinder, um wenigstens erste Hilfe bei Krankheiten oder Fehlentwicklung leisten zu können. Es wäre wundervoll, wenn mehr Lehrwerkstätten für die talentierten und entschlossenen jungen Kolumbianer zur Verfügung stünden! Wenn nur einer es schafft, ist er Vorbild und Hoffnungsträger für viele andere nach ihm. Ich unterstütze auch dieses Projekt der Schule fürs Leben voll und ganz!“ Ximena Hormaza. Dr. med.

Kooperationspartner in Deutschland

Spendenbedarf

Jetzt gleich spenden! Spenden Sie bitte jeden Euro, der Ihnen möglich ist für das neue „grüne Gold der Anden“. Man kann Geld nicht besser investieren!

„Seitdem ich vor nunmehr fast 30 Jahren das erste Mal meine Heimat Cali wiedergesehen habe, bin ich fasziniert von dem hier überall wachsenden Riesengras: dem kolumbianischen Guadua. Es wächst an den Bachläufen, an den steilen Hängen und in den Tälern in allen Höhen bis zu 2.400 m hoch. Es prägt das typische Landschaftsbild der Region. Die Menschen hier identifizieren sich mit dem Bambus; es ist „Heimat“ für sie, Baumaterial, Material für Möbel sowie Ausgangsmaterial für Dinge des täglichen Gebrauchs – vom Löffel bis zum Hintergrund für Legenden und Lieder. Guadua beflügelt die Phantasie und weckt die Emotionen der Nutzer. Guadua ist ein Stück Natur, etwas wie wir; wir können uns darin wiederfinden. Ich bin mir sicher, dass neue Ideen und Innovationen den Bausektor und auch andere Produktbereiche wie Textilien, Papier und Möbel in den nächsten 20 Jahren stark verändern werden. In Montebello haben wir Bambus und Lehmziegel als Baumaterial für die Schulgebäude gewählt, weil es das traditionelle Baumaterial der Region ist und preiswert und in der Nähe zu bekommen ist. Genau diese traditionellen Materialien verleihen den Orten Identität und Besonderheit und sind ein wichtiger Gegenpol zu der fortlaufenden Uniformierung aller Gesellschaftsbereiche hier in Kolumbien. Die Wieder-Aufforstung von Bambuswald ist der Traum vieler Menschen hier in Cali. Sie bringen sich ein und tragen das Projekt von Anfang – gegen alle Widerstände! Die Spender in Deutschland und in Kolumbien helfen mit ihren Spenden, diesen Traum wahrzumachen. Kommen Sie und schauen Sie selbst, Sie sind herzlich willkommen!“ Andrés Bäppler Ramirez, deutsch-kolumbianischer Architekt BDA.