Am Freitag, den 25. Mai 2012 ist Schule fürs Leben ins Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (kurz BMZ) in Bonn zur Veranstaltung Engagement fairbindet – Zukunftsentwickler 2012 eingeladen. Der Auszug aus der persönlichen Einladung und das angehängte Programm erklären am besten, worum es dabei geht

„… Treffen Sie im Park des ehemaligen Kanzleramtes 4.000 Persönlichkeiten, Weggefährten und Visionäre, mit denen Sie gemeinsam die Zukunft gestalten können. Stärken Sie Ihre Stärken und knüpfen Sie mit anderen Multiplikatoren Kontakte, um neue strategische Allianzen auf den Weg zu bringen. Tragen Sie Ihr Engagement in Ihre Netzwerke – als Zukunftsentwickler für eine Entwicklungspolitik, die von einer breiten gesellschaftlichen Basis ausgeht. Denn Engagement für Entwicklung braucht tatkräftige Partner und die starke Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik. … Mit herzlichen Grüßen, Dirk Niebel MdB, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.“ 

1 Kommentar

  • Volker Seitz sagt:

    Jugendlichen mit dem „Weltwärts“-Programm mit Steuergeldern einen Abenteuerurlaub zu finanzieren mag innenpolitisch gewünscht sein, aber es hat mit Entwicklungshilfe nichts zu tun. Zumal die meisten Entwicklungsländer – wie ich es erlebt habe – nicht gefragt wurden, ob sie diese Art „Hilfe“ überhaupt wünschen. Manche Politiker wünschen sich, dass durch das Programm die Jugendlichen eine berufliche Orientierung erhalten. Sollten wir uns nicht endlich fragen, ob Entwicklungshelfer ein Beruf sein sollte? Aus meiner Sicht kann Entwicklungshilfe k e i n e lebenslange Aufgabe sein, wenn noch irgendetwas dran sein sollte, dass die Hilfe sich in wenigen Jahren überflüssig machen muss.
    Das sagen wir aber schon seit 50 Jahren. Also machen wir etwas falsch.
    Es ist schön wenn sich junge Menschen für positive Veränderungen einsetzen, aber sie müssen sich dann auch kritische Fragen stellen. Was ist in den letzten 50 Jahren mit den erheblichen Geldflüssen geschehen? Warum werden die Fehleranalysen so ängstlich vermieden?Man kann das „Weltwärts-Programm“ durchaus vertreten, aber dann bitte nicht als Entwicklungshilfe deklarieren. Das Programm sollte das Bildungsministerium übernehmen.Volker Seitz, Autor „Afrika wird armregiert“