Nach über zwei Generationen Bürgerkrieg und mit über 5 Millionen Binnenflüchtlingen im Land versucht Kolumbien den Frieden! Am 26. September 2016 unterzeichneten der kolumbianische Präsident Santos sowie Timoleón Jiménez für die FARC ein Friedensabkommen. Am 2. Oktober 2016 sprach sich eine hauchdünne Mehrheit der Kolumbianer (50,2 %) in einem Referendum gegen diesen Vertrag aus.  Am 7. Oktober 2016 wurde Santos der Friedensnobelpreis zuerkannt. Die Entscheidung des Nobel-Komitees diente auch der Unterstützung Kolumbiens in dieser schwierigen Lage. Im November 2016 einigten sich die Regierung und die FARC-Rebellen auf einen neuen Friedensvertrag, dessen ursprünglicher Text um Vorschläge verschiedener gesellschaftlicher Gruppen verändert und präzisiert wurde. Auch traf sich Santos mit Amtsvorgänger Álvaro Uribe, der einer der größten Kritiker des Vertrags gewesen war. Uribe hatte u. a. gefordert, FARC-Mitglieder zu bestrafen, die sich Kriegsverbrechen schuldig gemacht haben und sie von Wahlämtern auszuschließen. Am 29. November 2016 passierte das Abkommen den kolumbianischen Senat, einen Tag später wurde es auch vom Repräsentantenhaus gebilligt und tritt damit in Kraft. Damit werden die 5.800 FARC-Rebellen aufgefordert, noch im Jahr 2016 mit der Abgabe ihrer Waffen zu beginnen, während Friedenstruppen der Vereinigten Nationen den Prozess überwachen.

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*Text auf dem Stift, mit dem der Friedensvertrag unterzeichnet wurde.

frieden

 

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