Was bedeutet Armut in einem Land wie Kolumbien, in dem man 3-6x pro Jahr ernten kann, das so reich ist an Wasser, Sonne, fruchtbaren Böden und Tradition? „Bei meinen ersten Reisen in dieses Land habe ich nicht verstanden, warum es hier so viele arme Menschen gibt,“ sagt Ulla Schuch, Projektleiterin der Schule fürs Leben, „das Land scheint so reich – überall wachsen Pflanzen, sprudelt ein Bach, die Sonne scheint… Es ist für uns Europäer schwer nachvollziehbar wie jemand in einem solchen Land hungern muss. Warum es keine Arbeit gibt und wieso die Menschen sich keine Exitenz aufbauen können mit einem Stück Land. Landwirtschaft zu betreiben und sich selbst zu ernähren, das ist für uns Deutsche selbstverständlich – unsere Geschichte und unser Reichtum gründet sich auf Ackerbau und Viehzucht. Erst wenn man nachfragt, versteht man, dass die Menschen seit fast 4 Generationen auf der Flucht im eigenen Land vor den eigenen Leuten sind und in diesen Kriegswirren ihr Handwerk, ihre Traditionen und Gebräuche vergessen haben. Natürlich – wer nicht weiß ob und wo er morgen leben wird, hat keine Zeit für Schule und Bildung! Die Projekte der Schule fürs Leben versuchen deshalb das alte Wissen wieder zu beleben und eine moderne aber eigene – kolumbianische – Kultur zu etablieren. „

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